Tolerenz und Glück

     

Johann-Walling-Schule

Stand: April 2026

 

1. Leitgedanke und Zielsetzung

 

„Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich an demokratischen, humanistischen und christlich geprägten Werten wie Respekt, Nächstenliebe und Verantwortung.“ Die christlich geprägten Werte unserer Schule verstehen wir als Grundlage für Offenheit, Nächstenliebe, Würde und Respekt gegenüber allen Menschen. Um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen und ein angenehmes Lernumfeld aufrechtzuerhalten, schreiben wir daher Toleranz groß und sehen Vielfalt als Chance. Die Johann-Walling-Schule versteht Diversität als selbstverständlichen Bestandteil des schulischen Lebens und als Bereicherung für die Schulgemeinschaft.

Schon vom 1. Schuljahr an erläutern wir daher den Eltern unsere Vision eines angemessenen Umgangs miteinander und achten auch bei den Kindern von Anfang an darauf, respektvolle Begegnungen zu fördern, aber auch zu fordern. Im Rahmen des Elternabends werden Eltern über Ziele, Inhalte und Methoden informiert. Dabei erhalten sie Einblicke in die thematischen Schwerpunkte des Glücksunterrichts. Darüber hinaus erhalten Eltern durch den Einblick in die persönliche Glücksmappe die Möglichkeit Gesprächsanlässe aus dem Glücksunterricht in der Familie aufzugreifen.

Ziel ist es, demokratische Werte zu vermitteln, und die Fähigkeit zu fördern, Konflikte konstruktiv zu lösen. Dies geht einher mit dem konsequenten und kontinuierlichen Einüben einer achtsamen Wahrnehmung der eigenen Person und der anderer, welches der Ausbildung eines gesunden Selbstbewusstseins sowie der Förderung eines Bewusstseins für die Bedürfnisse anderer dient. Wir machen es uns zum Ziel die SchülerInnen zu bewusst handelnden Menschen[1] zu erziehen. In ehrlichen und offenen Begegnungen, in denen Grenzen mit Respekt bewahrt werden, kann eine Erweiterung der Wahrnehmung entstehen und eine Wir-Haltung ermöglicht werden. Offenheit, Respekt, Achtsamkeit und Friedfertigkeit werden in unserer Schule von allen Mitarbeitenden vorgelebt und praktiziert. Die Zusammenarbeit mit Eltern gehört zu dem Leitbild unserer Schule. Eltern sollen sich als aktive Partner in Erziehung und Bildung verstehen und in diesen Prozess mit einbezogen werden, sodass ein friedlicher Raum für das Kind entstehen kann.  Toleranz bedeutet für uns nicht, alles gutzuheißen. Sie beschreibt die Fähigkeit, Unterschiede respektvoll auszuhalten, andere in ihrer Würde anzuerkennen und gleichzeitig demokratische Grundwerte zu schützen. Wo Menschen ausgegrenzt, diskriminiert oder verletzt werden, endet Toleranz.

 

2. Grundsätze des respektvollen Miteinanders

 

Die Johann-Walling-Schule ist ein Ort, an dem gerne gelernt und konstruktiv zusammengearbeitet wird. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft und vor allem die SchülerInnen sollen sich stets wertgeschätzt, akzeptiert und respektiert fühlen.  In unserer Schule wird Vielfalt gelebt. Es gilt Empathie für unterschiedliche Glaubensrichtungen, Herkunft, Sprache, Geschlecht und diversen Lebensentwürfen zu entwickeln und/oder zu festigen.  Diese Vielfalt wird an unserer Schule wertgeschätzt und als Chance für gemeinsames Lernen verstanden. Unser Ziel ist es, allen Schülerinnen und Schülern unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Sprache, Religion, sozialem Hintergrund, körperlichen oder kognitiven Voraussetzungen sowie individuellen Lernbedürfnissen eine gleichberechtigte Teilhabe am Schulleben zu ermöglichen. Dabei achten wir bewusst auf einen diskriminierungssensiblen und ressourcenorientierten Umgang miteinander. Nur so ist es möglich ein positives Schulklima herzustellen, welches entscheidend für die Entwicklung des Kindes ist.[2] Ein positives Schulklima ermöglicht adäquate Rahmenbedingungen, damit Kinder ihre Potenziale entfalten können und die Welt aktiv im Sinne des demokratischen Miteinanders mitgestalten können.[3] Die Johann-Walling-Schule setzt sich konsequent gegen jede Form von Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt ein. Grenzverletzendes Verhalten wird thematisiert und pädagogisch aufgearbeitet (s. Konzept Regeln und Rituale). Unser Ziel ist es, die seelische und körperliche Widerstandfähigkeit so zu stärken, dass die SchülerInnen in der Lage sind Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben zu übernehmen (s. Glücksunterricht). Besonders wichtig ist uns, Kinder darin zu unterstützen, Unterschiede wahrzunehmen, ohne Menschen darauf zu reduzieren. Vielfalt soll nicht nur akzeptiert, sondern als Ausdruck einer demokratischen und solidarischen Gemeinschaft erlebt werden.

 

3. Umsetzung im Schulalltag

 

Die Förderung von Toleranz, Respekt und sozialem Lernen ist fester Bestandteil unseres Schulalltags.

Regelmäßige Achtsamkeitsübungen unterstützen die Schülerinnen und Schüler dabei, zur Ruhe zu kommen, ihre Gefühle wahrzunehmen und aufmerksam miteinander umzugehen. Ergänzend fördern Reflexionsübungen die Fähigkeit, eigene Emotionen auszudrücken und die Gefühle anderer zu verstehen.

Ein respektvoller Umgang miteinander wird durch die Vermittlung gewaltfreier Kommunikation gestärkt. Die Kinder lernen, Konflikte mithilfe von Ich-Botschaften konstruktiv zu lösen. Inhalte werden unter anderem im Klassenrat (in jedem Jahrgang), im Schülerparlament (jahrgangsübergreifend) sowie in Projekten wie „Borkens starke Kinder“ (Klasse 1) oder dem Coolness-Training (Klasse 2) eingeübt und vertieft. Das Projekt „Mein Körper gehört mir“ (Klasse 3 und 4) zielt auf die Prävention sexualisierter Gewalt (siehe Schutzkonzept) und die Stärkung der körperlichen Selbstbestimmung von Kindern ab. Es kombiniert den Respekt vor der eigenen Individualität mit der Akzeptanz der Grenzen anderer.  

Im Unterricht und Schulalltag schaffen wir Lerngelegenheiten, die unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen und Empathie, Offenheit sowie gegenseitigen Respekt fördern. Durch differenzierte Lernangebote, kooperative Lernformen, sprachsensible Begleitung und individuelle Unterstützung tragen wir dazu bei, dass sich alle Kinder angenommen, beteiligt und in ihrer Persönlichkeit gestärkt fühlen.

Zur Förderung der emotionalen Gesundheit werden Übungen zur Stressprophylaxe und Selbstregulation in den Unterricht integriert. Dazu gehören beispielsweise Entspannungsübungen, Bewegungsangebote und Ruhephasen.

Die Thematisierung von Weltreligionen, unterschiedlichen Kulturen sowie geschlechtergerechter Bildung fördert Offenheit, Akzeptanz und einen respektvollen Umgang mit Vielfalt.

Darüber hinaus stärken kooperative Lernformen, gemeinsame Projekte und Teamspiele das Gemeinschaftsgefühl und die Teamfähigkeit der Kinder.

Bilderbücher und Kinderliteratur zu Themen wie Vielfalt, Freundschaft, Ausgrenzung und Empathie werden gezielt eingesetzt, um Toleranz und Perspektivwechsel altersgerecht zu fördern. Literaturbeispiele sind dem Anhang zu entnehmen.

Die SchülerInnen werden dazu befähigt, eigene Vorurteile zu hinterfragen und diskriminierende Aussagen zu erkennen, etwa durch Rollenspiele oder das Sortieren von anonymen Schüleraussagen zu tolerierbaren und nicht tolerierbaren Verhaltensweisen

Zusammengefasst zeigt unser Toleranzkonzept, dass die pädagogischen Maßnahmen der Johann- Walling-Schule (s. Konzept Regeln und Rituale), Unterrichtsprojekte und Schutzkonzept zusammenwirken, um Grundschüler*innen für Vielfalt zu sensibilisieren, Respekt zu lernen, Diskriminierung entgegenzutreten und eine positive, inklusive Schulkultur zu fördern.

Ein wesentlicher Bestandteil der Förderung von Toleranz an der Johann-Walling-Schule ist der Glücksunterricht. Dieser wird im Folgenden näher erläutert.

3.1 Glücksunterricht an der Johann-Walling-Schule

 

3.1.1 Theoretischer Hintergrund

 

Unser Glückskonzept ist untrennbar mit unserem Toleranzkonzept verbunden: Erst die Annahme der eigenen Individualität ermöglicht die Offenheit für die Einzigartigkeit anderer. Wir verstehen Glücksunterricht als präventive Persönlichkeitsbildung, die Schülerinnen und Schüler befähigt, als resiliente und authentische Persönlichkeiten heranzureifen. Glück verstehen wir dabei nicht als dauerhaftes Gefühl von Freude, sondern als die Fähigkeit, eigene Stärken wahrzunehmen, Beziehungen positiv zu gestalten, Herausforderungen zu bewältigen und Zuversicht zu entwickeln.

Im Zentrum steht die Aktivierung persönlicher Ressourcen. Die Kinder lernen, Herausforderungen anzunehmen, Rückschläge als Lernchancen zu begreifen und ein breites Repertoire an Handlungsalternativen für unterschiedliche Lebenssituationen zu entwickeln. Unser Ziel ist es, sie mit einem „emotionalen Werkzeugkoffer“ auszustatten, um selbstbewusst auf Lebensereignisse reagieren zu können.

Wissenschaftlich orientiert sich unser Handeln an den Säulen der Resilienz. Wir fördern gezielt jene Eigenschaften, die Kinder psychisch stärken:

  • Akzeptanz: Annehmen, was gerade ist.
  • Selbstwirksamkeit: Das Wissen, Dinge beeinflussen zu können und auf eigene Kräfte zu vertrauen.
  • Eigenverantwortung: Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen.
  • Lösungsorientierung: Den Fokus auf Lösungen statt auf Probleme richten.
  • Optimismus: Eine zuversichtliche Grundhaltung bewahren.
  • Netzwerkorientierung: Vertrauensvolle Beziehungen aufbauen sowie Hilfe suchen und annehmen können.
  • Zukunftsplanung: Den nächsten Schritt aktiv planen.

 

Um diesen Ressourcen Raum zu geben, findet der Glücksunterricht in einem bewertungsfreien Raum statt. Ohne Notendruck können die Schülerinnen und Schüler ihre Stärken explorieren und ihre Persönlichkeit entfalten. Glück und Resilienz entstehen nicht nur im Individuum, sondern auch durch verlässliche Beziehungen, Schutzräume und unterstützende Gemeinschaft.

 

3.1.2 Durchführung des Glücksunterrichts / Schwerpunktthemen

 

Der Glücksunterricht ist spiralcurricular so aufgebaut, dass sich Phasen der individuellen Stärkung (Ich-Stärkung) mit Phasen der gemeinschaftlichen Stärkung (Wir-Stärkung) abwechseln. Dies stellt sicher, dass die Kinder sowohl eine stabile Resilienz als auch eine ausgeprägte Empathiefähigkeit entwickeln.

 

Die Schwerpunkte sind wie folgt auf die Jahrgangsstufen verteilt:

Jahrgang

Fokus

Zentrale Werte & Themen

Klasse 1

Ich-Stärkung

Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Disziplin, Ehrlichkeit, Geduld, Selbstwertgefühl

Klasse 2

Wir-Stärkung

Wertschätzung, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Gemeinschaft, Freundschaft

Klasse 3

Ich-Stärkung

Selbstfürsorge, Dankbarkeit, Hoffnung, Geborgenheit

Klasse 4

Wir-Stärkung

Vertrauen, Gerechtigkeit, Frieden, Toleranz

 

 

Inhaltliche Erläuterung der Phasen:

  • Klasse 1 & 3 (Ich-Stärkung): Hier liegt der Fokus auf der inneren Widerstandskraft. Die Kinder lernen in Klasse 1 grundlegende Werkzeuge wie Achtsamkeit und Geduld, um bei sich anzukommen. In Klasse 3 wird dies vertieft durch Themen wie Selbstfürsorge und Dankbarkeit, die den Blick für das eigene Wohlbefinden und positive Lebensaspekte schärfen.

 

  • Klasse 2 & 4 (Wir-Stärkung): Diese Phasen bauen unmittelbar auf dem Toleranzkonzept auf. In Klasse 2 stehen Wertschätzung und Freundschaft im Vordergrund, um ein sicheres Klassenklima zu schaffen. In Klasse 4 weitet sich der Blick auf gesellschaftliche Werte wie Gerechtigkeit, Frieden und Toleranz, um die Kinder auf den Übergang in die weiterführenden Schulen vorzubereiten (siehe Toleranzkonzept).

 

 

3.1.3 Konkrete Umsetzung im Unterricht

 

Der Glücksunterricht findet regelmäßig im Klassenverband ein Halbjahr pro Klasse statt und ist fest in den Schulalltag integriert. Die Umsetzung erfolgt handlungsorientiert, ritualisiert und altersgerecht. Ziel ist es, positive Erfahrungen erlebbar zu machen und soziale sowie emotionale Kompetenzen nachhaltig zu stärken.

Die Unterrichtseinheiten orientieren sich an den jeweiligen Schwerpunktthemen der Jahrgangsstufen und beinhalten unterschiedliche methodische Zugänge:

  • Rituale und Achtsamkeitsübungen:
    Jede Stunde enthält feste Rituale, beispielsweise Atemübungen, kurzen Meditationen, Stilleübungen Gefühlsrunden, oder themengerechte Spiele. Dadurch lernen die Kinder, ihre eigenen Emotionen wahrzunehmen, zur Ruhe zu kommen und vertiefen bereits erlernte Inhalte durch diverse Spiele.
  • Gesprächs- und Reflexionsphasen:
    In Gesprächskreisen reflektieren die Kinder eigene Erfahrungen zu den jeweiligen Themen, setzen diese in größere Zusammenhänge und übertragen neue Inhalte ggf. auf ihren Alltag, indem sie neu erlernte Strategien oder Verhaltensmöglichkeiten umsetzen.
  • Kooperative Lernformen:
    Partner- und Gruppenaufgaben fördern Teamfähigkeit, Empathie und gegenseitige Unterstützung. Durch gemeinsame Projekte erleben die Kinder Gemeinschaft und übernehmen Verantwortung füreinander.
  • Kreative und bewegungsorientierte Methoden:
    Geschichten, Rollenspiele, Fantasiereisen, Musik, Kunst sowie Bewegungsübungen ermöglichen einen ganzheitlichen Zugang zu den Themen des Glücksunterrichts. Gefühle und Werte werden dadurch nicht nur besprochen, sondern aktiv erlebt.
  • Praxisnahe Übungen für den Alltag:
    Die Kinder führen beispielsweise Dankbarkeitstagebücher, formulieren Komplimente, setzen sich persönliche Ziele oder entwickeln Strategien zur Konfliktlösung (gewaltfreie Kommunikation). Dadurch wird der Transfer in den schulischen und familiären Alltag unterstützt.
  • Verknüpfung mit dem Schulleben:
    Inhalte des Glücksunterrichts werden bewusst mit dem sozialen Miteinander im Schulalltag oder mit schulischen Projekten verbunden, etwa durch Klassenregeln, Patenschaften, Projekte zur Gewaltprävention oder gemeinsame Aktionen innerhalb der Schulgemeinschaft.

Durch die kontinuierliche Wiederholung und Vertiefung der Inhalte im spiralcurricularen Aufbau entwickeln die Kinder langfristig emotionale Stabilität, soziale Verantwortung und ein positives Selbstbild.

 

4. Evaluation  

 

Die Förderung von Toleranz, sozialem Lernen und emotionaler Gesundheit versteht die Johann-Walling-Schule als kontinuierlichen Entwicklungsprozess. Um die Wirksamkeit der pädagogischen Maßnahmen im Bereich des Toleranz- und Glückskonzeptes zu überprüfen und weiterzuentwickeln, werden regelmäßig Beobachtungen, Rückmeldungen und Reflexionsprozesse genutzt.

Ziel der Evaluation ist es, Entwicklungen im sozialen und emotionalen Lernen sichtbar zu machen sowie die Qualität der pädagogischen Arbeit nachhaltig zu sichern. Dabei stehen insbesondere folgende Beobachtungsschwerpunkte im Fokus:

  • Konflikte werden zunehmend sprachlich und konstruktiv gelöst.
  • Diskriminierende oder ausgrenzende Aussagen und Verhaltensweisen nehmen ab.
  • Schülerinnen und Schüler nutzen verstärkt Ich-Botschaften zur Konfliktklärung.
  • Die aktive Beteiligung im Klassenrat und an demokratischen Mitbestimmungsformaten wächst.
  • Kinder können Gefühle differenzierter wahrnehmen, benennen und reflektieren.

Zur Überprüfung dieser Entwicklungsziele werden unterschiedliche Evaluationsinstrumente genutzt. Dazu gehören altersgerechte Schülerfeedbacks sowie Beobachtungen im Unterricht und Schulalltag. Ergänzend dienen pädagogische Fallbesprechungen im Kollegium sowie regelmäßige Reflexionen im Schulteam dazu, bestehende Maßnahmen weiterzuentwickeln und an die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler anzupassen.

Die Ergebnisse der Evaluation werden genutzt, um das Toleranz- und Glückskonzept fortlaufend zu reflektieren, anzupassen und die Qualität der pädagogischen Arbeit langfristig zu sichern

 

 

 

 

  1. Anhang

4.1 Literatur- und Medienempfehlungen nach Schuljahr und Themenschwerpunkt

 

Schuljahr

Themenschwerpunkt

Zielsetzung

Bilderbuch / Literatur

1.1

Meine Identität

Ich-Identität finden und stärken

Das kleine Ich-bin-Ich

1.2

Unser Wir-Gefühl

Wir-Bewusstsein anbahnen

Das kleine Wir

2.1

Mein Raum

Abgrenzung und Selbstbehauptung stärken

Ich bin stark, ich sag laut Nein!

2.2

Unsere Gleichwertigkeit

Gleichwertigkeit der Geschlechter thematisieren

Lotti und Otto

3.1

Mein Aussehen

Aussehen und Zugehörigkeit reflektieren

Das 4-Farbenland

3.2

Unsere Kulturen

Unterschiede wahrnehmen und Gemeinsamkeiten entdecken

Zusammen!

4.1

Meine Persönlichkeit

Eigene Wünsche, Ziele und Visionen entwickeln

Leben

4.2

Unsere Religionen

Religiöse Vielfalt und Glaubensvorstellungen kennenlernen

Gott, Allah, Buddha, und woran glaubst du?

 

Kurzbeschreibung der empfohlenen Literatur

Das kleine Ich-bin-Ich

Das Bilderbuch unterstützt Kinder dabei, ihre eigene Identität zu entdecken und ein positives Selbstbild aufzubauen. Es eignet sich besonders zur Förderung von Selbstwertgefühl und Individualität.

Das kleine Wir

Die Geschichte vermittelt anschaulich die Bedeutung von Gemeinschaft, Freundschaft und Zusammenhalt. Kinder lernen, wie Kooperation und gegenseitige Rücksichtnahme ein positives Miteinander stärken.

Ich bin stark, ich sag laut Nein!

Das Buch sensibilisiert Kinder für persönliche Grenzen und stärkt ihre Fähigkeit, sich abzugrenzen und selbstbewusst „Nein“ zu sagen.

Lotti und Otto

Dieses Bilderbuch setzt sich kindgerecht mit Geschlechterrollen auseinander und fördert ein Verständnis für Gleichberechtigung und Chancengleichheit.

Das 4-Farbenland

Anhand symbolischer Farben werden Unterschiede und Zugehörigkeiten thematisiert. Das Buch eignet sich zur Reflexion über Vielfalt und Ausgrenzung.

Zusammen!

Das Bilderbuch zeigt, dass kulturelle Unterschiede bereichernd sind und dass Menschen trotz Verschiedenheit viele Gemeinsamkeiten teilen.

Leben

Das Buch regt Kinder dazu an, über ihre Persönlichkeit, Wünsche und Zukunftsvorstellungen nachzudenken und ihre individuellen Stärken wahrzunehmen.

Gott, Allah, Buddha, und woran glaubst du?

Das Werk bietet einen ersten kindgerechten Zugang zu unterschiedlichen Religionen und Glaubensformen und unterstützt interreligiöses Lernen.

 

 

 

 

 

4.2Literatur- und Medienempfehlungen nach Schuljahr und Themenschwerpunkt für den Glücksunterricht

 

Schuljahr

Themenschwerpunkt

Literatur / Bilderbücher

Klasse 1

Ich-Stärkung

Gefühle in der Besenkammer Glück gesucht Der Löwe in dir

Klasse 2

Wir-Stärkung

Streithörnchen Die beste Bande der Welt Freunde / Du gehörst zu uns

Klasse 3

Ich-Stärkung

Herzenskind Ein Rucksack voller Glück Was mache ich mit einem Problem? Trau dich, sag etwas!

Klasse 4

Wir-Stärkung

Vielleicht Leben Der Friedensheld

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Literaturverzeichnis

 

Baumgartner-Reichenbach, Karin (1999): Du darfst wachsen. Winterthur: ELK Verlag.

Hüther, Gerald; Michels, Inge (2009): Gehirnforschung für Kinder. München: Kösel Verlag.

Kriebs, Simone (2019): Resilienz in der Schule. Paderborn: Junfermann Verlag.

Mathes, Carina (2016): Curriculum Schulfach Glückskompetenz. Norderstedt: Books on Demand.

Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen: Referenzrahmen Schulqualität Nordrhein-Westfalen.

 

 

[1] Vgl. Kriebs, Simone: Resilienz in der Schule, Junfermann Verlag, Paderborn, 2019, S. 28.

[2] Vgl. Referenzrahmen Schulqualität. Nordrhein-Westfalen.

[3] Vgl. Hüther, Gerhald, Michels, Inge: Gehirnforschung für Kinder, Kösel-Verlag, München 2009. S. 50.